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Gute Aussichten für 2016

2016 wird ein gutes Jahr, was Immobilientransaktionen angeht. Geschätzt liegt der Zuwachs bei Immobiliensuchenden bei 2,1 %. Bei den Objekten auf dem Markt liegt der Anstieg bei 2,5 %, im Vergleich zu 2015.

 

Auch die Nachfrage nach Eigentumswohnungen wird stark ansteigen, das Angebot an Wohnungen ist mäßig. Daraus resultierend ist ein Preisanstieg für Eigentumswohnungen zu erwarten, diese Wertsteigerungen werden somit die höchsten am Markt sein.

 

Weitere Faktoren, wie hohe Rohstoffpreise und massive Kapitalzuflüsse, haben ernste wirtschaftliche Schwächen verschleiert und zu einer Kultur massiver Ungleichheit und ausufernder Korruption beigetragen. Der Welthandel wächst jährlich nur mehr um 2 %, verglichen mit den 8 % Zuwachs von 2003 bis 2007. Das kommt auch daher, dass ein Land 5 Jahre braucht, um sich von einer Finanzkrise zu erholen.

 

Die Nachfrage an der grundbuchsicheren Anlage ist im Steigen und bietet langfristig die größte Sicherheit für das Kapital.

Grunderwerbssteuer NEU!

Wird ein inländisches Grundstück erworben, ist Grunderwerbsteuer zu entrichten. Die Steuer ist vom Wert der Gegenleistung (idR Kaufpreis einschließlich allfälliger Umsatzsteuer) zu berechnen. Ist ein solcher nicht vorhanden, ist die Steuer grundsätzlich vom gemeinen Wert zu berechnen. Ist die Gegenleistung geringer als der gemeine Wert (Verkehrswert) ist der gemeine Wert maßgebend.

 

Bei Übertragungen im Familienkreis bildet der dreifache Einheitswert oder 30 % des gemeinen Wertes die Bemessungsgrundlage.

 

Der Steuersatz beträgt bei bestimmten nahen Verwandten 2 %, sonst 3,5 %. Im Falle einer Schenkung (oder Vererbung) ist grundsätzlich seit 01.08.2008 die Berechnung ident vorzunehmen, Umsatzsteuer gesondert in Rechnung zu stellen, liegt nach hA eine Gegenleistung des Beschenkten vor (in Höhe der verrechneten Umsatzsteuer). Diese Gegenleistung ist ebenfalls der Grunderwerbsteuer zu unterziehen.

 

Die neue Rechtslage, die einheitlich ab 01.01.2016 zur Anwendung gelangen soll, ist eine Abkehr vom bisherigen System, da künftig grundsätzlich alle grunderwerbsteuerpflichtigen Tatbestände einheitlich auf Basis der Gegenleistung, mindestens aber von einem vom gemeinen Wert abgeleiteten Grundstückswert, berechnet werden sollen.

 

Folgende Staffelungen bzw. folgende Steuersätze sind für den unentgeltlichen Teil einer Übertragung geplant.

 

die ersten           € 250.000,-        mit 0,5 %

die nächsten       € 150.000,-        mit 2,0 %

darüber hinaus                             mit 3,5 %

 

Der entgeltliche Teil einer Übertragung unterliegt dem regulären Steuersatz von 3,5 %.

 

Bis zu 30 % Gegenleistung wird gesetzlich von einem gänzlich unentgeltlichen Geschäft, zwischen 30 % und 70 % von einem teilentgeltlichen Geschäft und über 70 % Gegenleistung von einem rein entgeltlichen Geschäft ausgegangen.

Übertragen innerhalb des Familienkreises und Erwerbe von Todes wegen gelten immer als unentgeltlich. Für die Ermittlung des anzuwendenden Steuersatzes werden die Erwerbe zwischen denselben natürlichen Personen innerhalb der letzten fünf Jahre zusammengerechnet.

 

Die bisherigen Besteuerungen bei land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken werden beibehalten; es kommt hier weiterhin der Einheitswert zur Anwendung.

Wie behandelt man steuerliche Verluste bei Immobiliengeschäften?

Verluste aus der privaten Veräußerung von Immobilien können bei Antrag auf Veranlagung mit Gewinnen aus der Veräußerung von Immobilien verrechnet werden. Bei dieser Veranlagung müssen nicht alle Grundstücksveräußerungen eines Kalenderjahres erfasst werden. Mit dem AbgÄG 2012 wurde neu eine Verrechnung von Verlusten aus der Grundstücksveräußerung mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung eingeführt, wobei diese Verrechnung nur erfolgen darf, nachdem eine Verrechnung mit sämtlichen Grundstücks-Veräußerungsgewinnen erfolgt ist; der übersteigende Verlust darf bis Ende 2015 nur zur Hälfte verrechnet werden.

 

Ab der Veranlagung 2016 dürfen aufgrund des höheren Steuersatzes für die Immo-ESt 60 % des übersteigenden Verlustes mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sofort verrechnet oder verteilt auf 15 Jahre mit künftigen Überschüssen verrechnet werden (ein Vortrag von Verlusten im Bereich der Vermietung und Verpachtung wird nicht generell eingeführt).

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